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Abmahnungen bezgl. Widerrufsbelehrung

Manche Besitzer von Onlineshops kennen das: Es kommt ein Einschreiben vom Anwalt bezüglich einer Abmahnung, da irgendetwas nicht gesetzeskonform ist.

Bei der Widerrufsbelehrung gibt es jetzt seit Juni 2014 eine neu in Kraft getretene Fassung. Diese beruht auf EU-Recht (EU Verbraucherrechtrichtlinie) und ist schon ziemlich kompliziert. Es gibt verschiedene Varianten an Mustertexten, je nach dem, welche Waren gerade im Shop angeboten werden, oder welche Versandarten gewählt werden oder aber welche Arten von Rückerstattung es geben soll. Desweiteren gibt es unterschiedliche Widerrufsbelehrungen bei der Versendung von digitalen Artikeln, Lebensmittel, Finanzdienstleistungen oder aber auch bei Speditionswaren. Zusätzlich muss ein Widerrufsformular zum Download angeboten werden und auch bei jeder Versendung hinzugefügt werden.

Ist man jetzt Mitglied im Händlerbund (www.haendlerbund.de) und hat ein Leistungspaket mit monatlicher Zahlung gekauft, dann kann man dort natürlich eine kostenlose Rechtsberatung anfragen und seinen Onlineshop zertifizieren lassen.

Wer sich z.B. bei Trusted Shop (www.trustedshops.de) für 49 EUR monatlich angemeldet hat, der geniesst natürlich auch den Rechtsbeistand, der den eigenen Onlineshop überprüft. Für alle anderen wird das schon eher schwierig oder teuer.

Trusted Shop hat ein White Paper zur neuen Widerrufsbelehrung für Warenlieferungen zum freien Download online gestellt, wo alle Varianten detailliert beschrieben werden (auf 14 Seiten) oder für einen Betrag von 299 UER ein VerbraucherRechtRichtLinine-Check (VRRL) angebotenen wird. Hier der Link zum White Paper: www.trustedshops.de/shop-info/verbraucherrechterichtlinie-widerrufsrecht

Für Neugrüdner oder kleine Onlineshops sind die Angebote oben eher keine Option. 600 UER jährlich für die Zertifizierung ist schon eine Menge Geld. Nach einiger Internetrecherche habe ich Widerrufsbelehrung.de gefunden, einen Onlinegenerator für die Widerrufsbelehrung vom Rechtsanwalt Thomas Nuthmann. Hier kann man ziemlich einfach eine Widerrufsbelehrung generieren, da man über verschieden Abfragen schnell zu einer auf den eigenen Bedarf zugeschnittene Belehrung kommt.

Link: http://widerrufsbelehrung.de/

Ob dies ausreichend ist, um einen gewieften Abmahnanwalt zu beeindrucken, kann ich nicht beurteilen, es ist auf alle Fälle besser, den Onlinegenerator zu nutzen, als eine überaltete Widerrufsbelehrung online zu lassen.

Achtung: dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung, diese dürfen nur Anwälte anbieten. Um eine Rechtssicherheit zu wahren, kontaktieren Sie bitte Ihren Anwalt.

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